Planungs­dokumente: Bebauungsplan "Sandberg / Mummsche Koppel" (Nr. 302)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

5. Planungsziele und städtebauliches Konzept

Ziel ist es, mit dem Bebauungsplan Nr. 302 auf die große Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum zu reagieren und dem Wohnraummangel entgegen zu wirken.

Auf einer Planbereichsfläche von ca. 1,9 ha sollen mehrere Mehrfamilienhäuser mit insgesamt ca. 185 Wohneinheiten errichtet werden. Davon soll es sich bei 30% aller Wohneinheiten um öffentliche geförderte Wohnungen (1. Förderweg) handeln. Es ist geplant, auf dem westlichen Teil der Fläche sechs drei- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser zu errichten. In diesem Bereich wird sich auch ein Servicehaus der Arbeiterwohlfahrt (AWO) befinden sowie zwei Wohnungen für Tagesmütter/-väter. Östlich der neu anzulegenden Erschließungsstraße sind weitere Mehrfamilien-, aber auch Stadthäuser mit einer Höhe von zwei bis drei Geschossen geplant. Dieses städtebauliche Konzept ermöglicht einen fließenden Übergang von Gebäudehöhe und Bebauungsdichte zwischen der westlich angrenzenden Zeilenbebauung mit den neungeschossigen Punkthochhäusern und der östlich an den Planbereich anschließenden Kleingartenkolonie.

Der Lage des Plangebietes an der städtischen Grünverbindung entsprechend, ist eine enge Verzahnung vorgesehen zwischen den Wohngebäuden und den Grünachsen. Darunter fallen die begrünten Innenhöfen sowie die Erschließungsstraße. Die Grünachsen der Innenhöfe und der Erschließungsstraße weisen unterschiedliche Qualitäten auf.

Die begrünten Innenhöfe dienen der fußläufigen Erschließung, dem Treffen und Aufenthalt der Bewohner des Wohngebietes. Alle Altersstufen sind hierbei berücksichtigt. Die Begrünung vermittelt zwischen den Gebäuden, bildet Räume (privat – halböffentlich – öffentlich) und bietet auch der Tierwelt Lebensräume. Durch das Ableiten des anfallenden Regenwassers in offenen Mulden sollen wechselfeuchte Bereiche und eventuell auch Teichzonen entstehen.

Die Erschließungsstraße dient dem lokalen Pkw-Verkehr sowie der Ver- und Entsorgung. Sie wird durch Gehölzpflanzungen eingegrünt, so entsteht ein allee-artiger Charakter. Bäume strukturieren den Straßenraum und stellen ein verbindendes Element zwischen den unterschiedlichen Gebäudehöhen dar. Hecken fassen die vorgesehenen Stellplätze sowie die Grundstücke ein.

Das Gebiet soll über eine Wohnstraße ab der Schulze-Delitzsch-Straße erschlossen werden. Die gebietsinterne Erschließung (Geh- und Radweg) erfolgt über ein Wegesystem mit einem gepflasterten, zentralen ca. 3 m breiten Wohnweg in nord-südliche Richtung. Darüber hinaus führen schmalere Wege mit einer ebenfalls gepflasterten Decke von den Hauseingängen zum Hauptweg. So entsteht ein Netz mit Aufweitungen an den Kreuzungspunkten. Pfade entstehen durch den Gebrauch der Freiflächen. Knickdurchbrüche im Norden und Westen stellen sicher, dass Wegeverbindungen erhalten bzw. neu geschaffen werden.

Die Stellplätze werden hauptsächlich in der Tiefgarage untergebracht. Ein geringer Anteil des ruhenden Verkehrs befindet sich angrenzend an die Wohnstraße. Die Stellplatzflächen sollen eine Pflasterung mit breiten Fugen zur Versickerung des Niederschlagswassers erhalten.

Die Dächer der Gebäude müssen begrünt werden und sind z. T. auch als Mietergärten bzw. Gemeinschaftsgärten gedacht.

Bestehende Gehölze und Gehölzstrukturen (Knick im Westen und im Norden sowie solitäre Laubbäume) sollen erhalten und saniert werden. Ein Teil des Knicks entlang der nördlichen Grenze soll für eine optische Öffnung des Geländes entfernt werden. Dies dient zudem der Einsehbarkeit und Verkehrssicherheit an diesem von verschiedenen Nutzern frequentierten Knotenpunkt. Im Plangebiet soll eine Ergänzung mit neuer Bepflanzung erfolgen.

Innerhalb des Plangebietes sollen Aufenthalts- und Spielbereiche für unterschiedliche Altersgruppen angelegt werden.

6. Planinhalt und Festsetzungen

6.1 Art und Maß der baulichen Nutzung