Planungs­dokumente: Bebauungsplan "Sandberg / Mummsche Koppel" (Nr. 302)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

6.1.1 Art der baulichen Nutzung

Festgesetzt wird im Wesentlichen ein allgemeines Wohngebiet gemäß § 4 Baunutzungsverordnung (BauNVO), um der Nachfrage nach Wohnraum innerhalb des Stadtgebietes gerecht zu werden.

Im allgemeinen Wohngebiet sind Anlagen für sportliche Zwecke (§ 4 Abs. 2 Nr. 3
BauNVO) nur ausnahmsweise zulässig. Folgende gemäß § 4 Abs. 3 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Nutzungen sind nicht zulässig:

- Betriebe des Beherbergungsgewerbes,
- sonstige nicht störende Gewerbebetriebe,
- Anlagen für Verwaltungen,
- Gartenbaubetriebe,
- Tankstellen.

Durch die genannten Festsetzungen stellt die Stadt sicher, dass in diesem innerstädtischen und für eine wohnbauliche Nachverdichtung vorgesehenen Bereich die Wohnnutzung dominiert und die gesunden Wohnverhältnisse sichergestellt sind. Die Art der Nutzung entspricht im Wesentlichen derer der angrenzenden bzw. umliegenden Wohngebiete. Das beschleunigte Verfahren gemäß § 13b BauGB ist nur anwendbar auf Bebauungspläne, durch die die Zulässigkeit von Wohnnutzung begründet wird.

6.1.2 Maß der baulichen Nutzung

Den Bestimmungen des § 17 BauNVO folgend wird für das allgemeine Wohngebiet eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,4 festgesetzt. Im allgemeinen Wohngebiet kann eine Überschreitung der festgesetzten GRZ durch Flächen für Tiefgaragen und ihre Zufahrten sowie Nebenanlagen bis zu einer GRZ von 0,75 zugelassen werden, soweit sie unterhalb der Geländeoberfläche liegen und die Geländefläche dauerhaft begrünt wird (§ 16 Abs. 6 BauGB). Nähere Ausführungen hierzu sind im Kapitel Zufahrten, Stellplätze, Garagen und Nebenanlagen zu finden.

Im westlichen Planbereich werden zur Realisierung von Geschosswohnungsbau und der oben genannten städtebaulichen Konzeption (Höhenentwicklung) Geschossigkeiten von drei bis sechs (turmähnliche Situation am Quartierseingang) festgesetzt. Im östlichen Planbereich sind zwei bis drei Geschosse als Maximum zulässig. Im Rahmen des beabsichtigten städtebaulichen Konzeptes ist für das Baufeld im Südosten eine zwingend einzuhaltende Geschossigkeit von drei Vollgeschossen festgesetzt. Das hier zu errichtende Gebäude dient so gewissermaßen als Ankerpunkte im von Osten her baulich ansteigenden Wohngebiet.

Über das festgesetzte Höchstmaß an Vollgeschossen hinausgehende Vollgeschosse gemäß § 2 Abs. 8 LBO und Geschosse, die auf weniger als drei Viertel ihrer Grundfläche eine Höhe von 2,30 m aufweisen (Staffelgeschosse) sind nicht zulässig. Ausgenommen hiervon sind über das festgesetzte Höchstmaß an Vollgeschossen hinausgehende Treppenhäuser. Die Festsetzung dient dem Ausschluss von Staffelgeschossen, um sicherzustellen, dass das städtebauliche Konzept und die beabsichtigte Höhenentwicklung umgesetzt werden.

6.2 Bauweise und überbaubare Grundstücksfläche