Planungs­dokumente: 9. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Goosefeld für das Gebiet "westlich der Dorfstraße und südöstlich der Bundesstraße 203" - erneute Auslegung + Beteiligung

Sie können an dieser Stelle Einsicht in die Dokumente des Verfahrens nehmen.

Inhaltsverzeichnis

Begründung

3. Stand des Verfahrens

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (gem. § 3 Abs. 1 BauGB) erfolgte durch eine öffentliche Informationsveranstaltung am 08.06.2020.

Die frühzeitige Beteiligung der Behörden (gem. § 4 Abs. 1 BauGB) wurde in der Zeit vom 26.03.2020 bis zum 29.05.2020 durchgeführt.

Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss erfolgte am 18.06.2020 durch die Gemeindevertretung.

Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB erfolgte in dem Zeitraum ab dem 12.09.2020 für 30 Tage. Die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 erfolgte in dem gleichen Zeitraum.

Die eingebrachten Stellungnahmen und Hinweise wurden ausgewertet und in die Begründung eingearbeitet (Änderungen sind rot geschrieben).

  • Der gewählt Standort wurde kritisch hinterfragt, die Standortprüfung ist zu überarbeiten (Kreis, Landesplanung);
  • Es wurden Bedenken geäußert hinsichtlich des anlagenbezogenen Immissionsschutzes, Nachweise (Schalltechnische Prognose) fehlen (LLUR Mitte Flintbek sowie Anwohner);
  • Sowie weitere zur Klarstellung redaktionelle Änderungen in der Begründung;

Parallel zur 9. Änderung des Flächennutzungsplanes wird der Bebauungsplan bearbeitet. Aufgrund des vorgelegten anlagenbezogenen Schallgutachtens war festzustellen, dass entlang der nördlichen Flurstücksgrenze eine Schallschutzwand zu bauen ist. Geprüft wurden zwei Varianten,

  • das Gebäude mit einer Stellplatzanlage nördlich des Feuerwehrgerätehauses sowie
  • das Gebäude mit einer Stellplatzanlage südlich des Feuerwehrgerätehauses

Da eine Schallschutzwand einerseits ein erhöhter Kostenaufwand bedeuten würde und anderseits die Gemeinde aus Gründen des Ortsbildes keine Schallschutzwand bauen möchte, wurde eine weitere (dritte) Variante geprüft. Diese sah vor, dass die Stellplatzanlage hinter dem Gebäude angeordnet wird. Die Erschließung soll dabei entlang der nördlichen Grundstücksgrenze erfolgen. Das Resultat dieses Lösungsansatzes war, dass alleine durch die Anordnung der Stellplatzanlage sowie Lage des Gebäudes Schallschutzmaßnahmen nicht mehr erforderlich sind (siehe hierzu die Anlage Schallimmissionsprognose).

Aufgrund dessen wurde der Geltungsbereich des 9. Änderung des Flächennutzungsplanes angepasst.

Durch die Änderungen in der Begründung sowie in der Planzeichnung sind die Unterlagen erneut auszulegen.

Der erneute Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wurde von der Gemeindevertretung am 13.04.2021 gefasst. Gemäß § 4a Abs. 3 hat die Gemeinde beschlossen, dass Stellungnahmen nur zu den geänderten und ergänzten Teilen abgeben werden können. Zudem wird die erneute Beteiligung angemessen verkürzt.

4. Lage im Raum, derzeitige Nutzung und Flächengröße

Die Gemeinde Goosefeld liegt im Kreis Rendsburg-Eckernförde und gehört dem Amt Schlei-Ostsee an. Das Gemeindegebiet liegt ca. 5 km südlich von Eckernförde. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Goosefeld (Hauptort), Marienthal, Hoffnungsthal, Profit, Ravenshorst, Pletterberg und Klein Heck. Die Gemeinde hat ca. 742 Einwohner.

Der Geltungsbereich der 9. Änderung des Flächennutzungsplanes liegt westlich der Dorfstraße sowie südöstlich der Bundesstraße 203. Das Plangebiet grenzt nördlich sowie südlich an eine Hofstelle an. Östlich des Plangebietes grenzen die Dorfstraße und daran anschließend eine Waldfläche an. Westlich des Plangebietes befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen

Das Plangebiet wird ebenfalls von einer landwirtschaftlichen Fläche eingenommen.

Die Flächengröße des Geltungsbereiches beträgt ca. 4.269 m².

5. Rechtliche Rahmenbedingungen, übergeordnete planerische Vorgaben

Die Gemeinden haben gem. § 1 Abs. 3 BauGB Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Die Bauleitpläne, d.h. der Flächennutzungsplan als vorbereitender Bauleitplan und der Bebauungsplan als verbindlicher Bauleitplan, sind die Steuerungsinstrumente der Gemeinde für die städtebauliche Entwicklung in ihrem Gemeindegebiet. Die Bauleitpläne sind nach § 1 Abs. 4 BauGB den Zielen der Raumordnung anzupassen.

Folgende planerischen Vorgaben sind bei der Aufstellung der 9. Änderung des Flächennutzungsplanes zu berücksichtigen: