Planungs­dokumente: 9. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Goosefeld für das Gebiet "westlich der Dorfstraße und südöstlich der Bundesstraße 203" - erneute Auslegung + Beteiligung

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

6.1. Anforderungen an das Grundstück

In der Standortalternativenprüfung wurden insgesamt 11 Standorte betrachtet. Die Eignung der Standorte wurde in Bezug auf die geplante Nutzung bewertet. Zunächst muss das mögliche Grundstück nach Lage, Form, Größe, Höhenlage und Beschaffenheit (Topografie) geeignet sein.

Taktische Erwägungen, Hilfsfrist und Verkehrsanbindung, sind im besonderen Maße abzuwägen. Unfallschwerpunkte, Querungen von übergeordneten Straßen sind zu vermeiden. Zudem sollten möglichst keine Standorte in der Nähe von Gebäuden mit größeren Menschenansammlungen (Schulen, Kindergärten, usw.) gewählt werden.

Die Hilfsfrist ist das entscheidende Qualitätsmerkmal zur Standortfindung einer Feuerwehr.

Gemäß § 2 Abs. 1 Satz 2 SHRDG (Landesverordnung zur Durchführung des Schleswig-Holsteinischen Rettungsdienstgesetzes, Ausgestaltung und Überprüfung der Einhaltung der Hilfsfrist) umfasst die Hilfsfrist in Schleswig-Holstein den Zeitraum ab Alarmierung durch die Rettungsleitstelle bis zum Eintreffen des ersten geeigneten Rettungsmittels an dem Einsatzort. Binnen zwölf Minuten soll der dem Einsatzort nächstgelegene über eine öffentliche Straße zugängliche Standort erreicht sein, mit Ausnahme geographisch erschwert zugänglicher Einsatzorte.

Der Gesamtbedarf an Fläche wurde für die Feuerwehr mit ca. 2.000 m² ermittelt. Das Gebäude soll eine Grundfläche aufweisen, dass zwei Einsatzfahrzeuge Platz haben. Dazu kommen ca. 15 Stellplätze für Mitglieder und Besucher sowie die Aufstellfläche und eine Übungsfläche.

  • Nutzfläche des Gebäudes ca. 700 m²
  • Freifläche ca. 500 m²
  • Stellplatzfläche, Aufstellfläche, Übungsfläche ca. 800 m²

6.2. Potentielle Standorte

Lfd. Nr. StandortGrundstücksgrößeBauleitplanung
1.Altstandort der Feuerwehr 320 m²Gemäß F-Plan Gemeinbedarfsfläche
2.Nördlich der Dorfstraße, angrenzend zum Altstandort Feuerwehr3.400 m²Gemäß F-Plan Grünfläche, Zweckbestimmung Spielplatz
3.Nördlich der Straße Mühlendiek, Bolzplatz4.930 m²F-Plan und B-Plan Nr. 2, Grünfläche Zweckbestimmung Spielplatz
4.Östlich der Dorfstraße, gegenüber Dorfstraße Hausnr. 12 5.890 m²Außenbereich
5.Östlich der Straße Lilienweg 4.230 m²Außenbereich
6.Östlich der Straße Lilienweg 3.530 m²Außenbereich
7.Östlich der Straße Lilienweg, in zweiter Reihe 5.270 m²Außenbereich
8.Westlich der Straße Profit 8.190 m²Außenbereich
9.Südlich der Dorfstraße, gegenüber Dorfstraße Hausnr. 426.760 m²Außenbereich
10.Nördlich der Dorfstraße, westlich der Bergkoppel Hausnr. 1 und 3 6.110 m²2. Änderung F-Plan sowie 1. Änderung und Erweiterung B-Plan Nr. 6 (Teilweise) und Außenbereich
11.Westlich der Dorfstraße, zwischen Hausnr. 2 und 123.360 m²Außenbereich

Hinweis, die Außenbereichsflächen sind im Flächennutzungsplan immer als Flächen für die Landwirtschaft dargestellt worden.

Lageplan zu den vor genannten Flächen

6.3. Bewertung der Grundstücke

Folgende Aspekte werden bei der Bewertung zugrunde gelegt.

  • Grundstücksgröße, die Flächen sind in allen Fällen (bis auf Ausnahme des Altstandortes) größer;
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, Bauleitplanerische Aussagen (siehe Tabelle - Bauleitplanung);
  • Landschaftsplanerische Einbindung (Aussagen des Landschaftsplanes, Entwicklung) ;
  • Verkehrsanbindung;
  • Hilfsfrist;
  • Immissionsschutz;

Standortprüfung Fläche Nr. 1 - An der Dorfstraße sowie Straße Birkensteg

Bei der Fläche Nr. 1 handelt es sich um den Altstandort der Feuerwehr. Dieser befindet sich zentral im Ort und ist bereits seit Jahren an diesem Standort etabliert. Das im Gemeineigentum befindliche Grundstück weist eine Grundstücksgröße von ca. 320 m² auf. Eine bauliche Erweiterung ist aufgrund der sehr geringen Grundstücksgröße nicht möglich.

Durch den südwestlich angrenzenden Baumbestand ist eine Erweiterung in Richtung Fläche 2 nicht möglich. Der Baumbestand ist im Landschaftsplan (Entwicklung) als erhaltenswert eingestuft worden.

Der Standort ist zentral an der Dorfstraße gelegen und es müssten keine übergeordneten Straßenzüge gequert werden.

Die Hilfsfrist wird bei dieser Fläche eingehalten.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der umliegenden Bebauungsstrukturen konfliktpotential auf.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen nicht für den Neubau, eine Erweiterung/ Vergrößerung dieser Fläche ist nicht möglich.

Standortprüfung Fläche Nr. 2 - Nördlich der Dorfstraße

Die Fläche Nr. 2 grenzt direkt an den Altstandort der Feuerwehr an und würde sich dementsprechend für eine Neustrukturierung sowie bauliche Erweiterung der Feuerwehr im Innenbereich eignen. Jedoch wurde seitens der Grundstückseigentümerin gegenüber der Gemeinde eine Verkaufsbereitschaft deutlich verneint. Die Fläche steht dementsprechend nicht für die Umsetzung des Feuerwehrneubaus zur Verfügung.

Die Fläche im Landschaftsplan (Entwicklung) als Ausgleichsfläche (A6) kartiert worden. Bauliche Maßnahmen wären daher möglich, Ausgleichsflächen sind aber im besonderen Maße in der Ausgleichs- und Eingriffsbilanzierung zu berücksichtigen.

Der Standort ist zentral gelegen und es müssten keine übergeordneten Straßenzüge gequert werden.

Die Hilfsfrist wird bei dieser Fläche eingehalten.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der umliegenden Bebauungsstrukturen konfliktpotential auf.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen bedingt für den Neubau. Zudem hat die Eigentümerin der Fläche der Gemeinde mitgeteilt, dass sie die Fläche nicht veräußern wird.

Standortprüfung Fläche Nr. 3 – Nördlich der Straße Mühlenbek

Die Fläche ist im Landschaftsplan (Entwicklung) als Fläche für die Landwirtschaft, angrenzend zur Biotopverbundachse, dargestellt worden. Zu allen vier Seiten ist die Fläche gerahmt mit Knicks. Gemäß Darstellung liegt die Fläche außerhalb des Siedlungsgefüges.

Der Standort liegt relativ zentral. Sie befindet sich im Gemeindeeigentum und wird derzeit als Bolzplatz genutzt. Im Flächennutzungsplan wird sie dementsprechend dargestellt. Im Bebauungsplan Nr. 2 wurde die Fläche als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz festgesetzt.

Die Fläche wird gemäß Bebauungsplan über zwei Verkehrsflächen (Fläche D, 4,0 m breit und Fläche E, 3,5 m breit) erschlossen. Die Zufahrt über die Dorfstraße ist ausgebaut und ca. 3,5 m breit. Die zweite Zufahrt ist in der Örtlichkeit erkennbar aber nicht ausgebaut. Beide Zufahrten können nicht für den Begegnungsverkehr ausgebaut werden, da durch angrenzende Grundstücke Zwangspunkte in der Örtlichkeit vorhanden sind. Das Kriterium der schnellen und sicheren Verkehrsanbindung ist nicht gegeben.

Die Hilfsfrist wird bei dieser Fläche wahrscheinlich nicht eingehalten.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der südlich angrenzenden Bebauung geringes Konfliktpotential auf.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen bedingt für den Neubau. Da eine sichere und schnelle Erschließung nicht gewährleistet werden kann, wird diese Fläche ausgeschlossen.

Standortprüfung Fläche Nr. 4 – Östlich der Dorfstraße

Bei der Fläche Nr. 4 handelt es sich um eine landwirtschaftlich genutzte Fläche im Außenbereich. Bei geänderten Flächenbedarfen ist eine Erweiterung nach dem derzeitigen Stand möglich. Die Fläche weist keine topografischen Besonderheiten auf.

Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche als wohnbauliche Entwicklungsfläche dargestellt worden. Angrenzende Flächen sind Waldflächen. Waldabstandsflächen (30 m) sind einzuhalten.

Die Fläche ist gut über die Dorfstraße an die Ortslage der Gemeinde Goosefeld angeschlossen.

Aufgrund der guten Verkehrsanbindung und Lage wird die Hilfsfrist voraussichtlich eingehalten.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Fläche liegt der Bebauungsplan Nr. 9, über welchen ein allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzt wurde. Durch einen Neubau für die Feuerwehr ist hier Konfliktpotential mit der Wohnbebauung zu erwarten.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen bedingt für den Neubau.

Die Gemeinde möchte diese Fläche nicht entwickeln. Das Teilstück östlich der Dorfstraße soll nach derzeitigem Stand aus Orts- und Landschaftsgründen freigehalten werden.

Standortprüfung Flächen Nr. 5 und 6 östlicher Ortsrand, am Lilienweg

Die Flächen Nr. 5 und 6 befinden sich am östlichen Rand des Siedlungsgebietes im Außenbereich. Bei der Fläche 5 steigt das Gelände um ca. 2 m in Richtung Norden an. Bei der Fläche 6 fällt das Gelände um ca. 2 bis 3 m in Richtung Süden ab.

Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche 5 (nördlich des Lilienweges) als wohnbauliche Entwicklungsfläche dargestellt worden, die Fläche 6 (südlich des Lilienweges) als landwirtschaftliche Fläche.

Der Lilienweg ist im Bereich des Redders und im weiteren Verlauf des Siedlungsgefüges stellenweise sehr schmal. Ein Ausbau der Straße für den Begegnungsverkehr ist im Bereich des Redders unter erhöhten Aufwand möglich. Im Bereich des Siedlungsgefüges ist eine Erweiterung aufgrund der angrenzenden Grundstücke kaum beziehungsweise stellenweise nicht möglich.

Die vorhandene Erschließung müsste verbreitert und ausgebaut werden, da es sich bei dem Straßenbaukörper um eine wassergebundene landwirtschaftliche Zuwegung handelt, die für Einsatzfahrten der Feuerwehr ungeeignet ist. Ein Ausbau wird aus wirtschaftlicher Sicht nicht gesehen.

Das Kriterium der schnellen und sicheren Verkehrsanbindung ist aus den vor genannten Gründen nicht gegeben.

Die Hilfsfrist kann bei dieser Fläche wahrscheinlich nicht eingehalten werden.

Durch die Außenbereichslage wird bei der Fläche 5 und 6 kein direktes Konfliktpotential gesehen, da unmittelbar angrenzend keine Wohnbebauung vorhanden ist.

Bewertung

Die Flächen 5 und 6 eignen sich nicht für den Neubau der Feuerwehr. Die Erschließung kann nur unter sehr hohen Einsatz und Kosten sichergestellt beziehungsweise hergestellt werden. Die Fläche 5 wird zudem seitens der Gemeinde als wohnbauliche Entwicklungsfläche gesehen.

Standortprüfung Fläche Nr. 7 – Südlich der Straße Lilienweg

Die Fläche Nr. 7 befindet sich am südlichen Rand des Siedlungsgebietes im Außenbereich, jedoch direkt an Wohnbebauung angrenzend. Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche teilweise als wohnbauliche Entwicklungsfläche dargestellt worden. Auf dem Gelände liegen die Höhenunterschiede zwischen 2 bis 3 m, abfallend in Richtung Osten.

Die Erschließung der Fläche kann nur über einen schmalen Stichweg zwischen zwei Wohnhäusern erfolgen. Der Stichweg mündet in den Lilienweg. Der Streckenabschnitt des Stichweges weist keine ausreichende Breite für Begegnungsverkehr auf.

Das Kriterium der schnellen und sicheren Verkehrsanbindung ist daher nicht gegeben.

Die Hilfsfrist kann bei dieser Fläche wahrscheinlich nicht eingehalten werden.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der angrenzenden Bebauung geringes Konfliktpotential auf.

Bewertung

Die Fläche 7 eignet sich aus den vor genannten Gründen bedingt für den Neubau. Aufgrund der schlechten Erschließungssituation wird von der Fläche abgesehen.

Standortprüfung Fläche Nr. 8 – Westlich der Straße Profit

Bei der Fläche Nr. 8 handelt es sich um eine landwirtschaftlich genutzte Fläche im Außenbereich südlich der Hauptortslage. Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche als wohnbauliche Entwicklungsfläche dargestellt worden. Angrenzend zur Straße soll gemäß Entwicklungsplan zukünftig ein Knick entwickelt werden. Von der Straße fällt das Gelände um ca. 3 m in Richtung Westen ab.

Die Erschließung der Fläche erfolgt über die Straße Profit. Hierbei handelt es sich um eine Dorfverbindungsstraße, die eine Breite von ca. 4,5 m bis ca. 5,0 m aufweist. Der Begegnungsverkehr mit einem Einsatzfahrzeug und einem entgegenkommenden PKW ist möglich.

Das Kriterium der sicheren schnellen Verkehrsanbindung ist gegeben.

Die Hilfsfrist kann bei dieser Fläche wahrscheinlich eingehalten werden.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche nach derzeitigem Kenntnisstand kein Konfliktpotential auf.

Ergänzung: In der Stellungnahme der Landesplanungsbehörde vom 03.06.2020 wurde auf die Fläche nördlich der Fläche Nr. 8 als weitere Prüffläche hingewiesen. Diese Fläche wird ebenfalls über die Straße 'Profit' erschlossen. Bei dieser Fläche besteht seitens des Grundstückeigentümers das Interesse, das Grundstück für eine Wohnbebauung zu entwickeln.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen für den Neubau. Allerdings spricht sich die Gemeinde gegen eine Entwicklung dieser Fläche aus, da eine direkte Erschließung über die Dorfstraße als geeigneter eingestuft wird. Zudem wird von einer flächenhaften Ausdehnung der Gemeinde in Richtung Süden entgegen der Darstellung des Landschaftsplanes (Entwicklung) abgesehen.

Standortprüfung Fläche Nr. 9 – Südlich der Dorfstraße

Bei der Fläche Nr. 9 handelt es sich um eine landwirtschaftlich genutzte Fläche im Außenbereich. Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche als landwirtschaftliche Fläche dargestellt worden. Zu drei Seiten befinden sich Knickstrukturen.

Aufgrund der Flächengröße besteht bei geänderten Flächenbedarfe eine Erweiterungsmöglichkeit. Jedoch besitzt die Fläche eine ausgeprägte Topographie.

Die Fläche ist gut über die Dorfstraße angeschlossen. Zwecks Erreichbarkeit müsste ein Knickdurchbruch erfolgen. Der entfallende Knick wäre auszugleichen.

Das Kriterium der sicheren schnellen Verkehrsanbindung ist gegeben.

Die Hilfsfrist kann bei dieser Fläche wahrscheinlich eingehalten werden.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der angrenzenden Bebauung geringes Konfliktpotential auf.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen bedingt für den Neubau. Die Gemeinde spricht sich gegen eine Entwicklung dieser Fläche aus, da sie aufgrund der Topografie (ca. 5 m Höhenunterschiede, ansteigendes Gelände in Richtung Süden) zu große Hemmnisse aufweist und andere Flächen geeigneter sind.

Standortprüfung Fläche Nr. 10 – Nördlich der Dorfstraße

Bei der Fläche Nr. 10 handelt es sich um eine landwirtschaftlich genutzte Fläche im Außenbereich. Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche als landwirtschaftliche Fläche dargestellt worden, angrenzend eine Biotopverbundachse. Die Biotopverbundachse ist in der Örtlichkeit sichtbar, da die Mühlenbek, welche ein Bestandteil der Biotopverbundachse ist, an dieser Stelle als offenes Gewässer erkennbar ist.

Zur Dorfstraße hin wird die Fläche von Knicks abgegrenzt. Gemäß Darstellung liegt die Fläche außerhalb des Siedlungsgefüges. Die Fläche 10 grenzt in ihrer Ausdehnung an die Bebauungsstruktur westlich der Bergkoppel (Hausnummern 1 bis 5 ungerade Zahlen). An den westlichen Grundstückgrenzen beginnt ein ca. 20 m breiter Korridor einer Maßnahmenfläche, welche über die 1. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 7 festgesetzt wurde. Die Entwicklung der Fläche 10 hätte zur Folge, dass die Maßnahmenfläche besonders zu berücksichtigen wäre.

Zudem befindet sich entlang der Dorfstraße ein gut erhaltener Baumbestand und direkt auf der Fläche eine von Knicks umschlossene Fläche. Beides besitzt aus landschaftsplanerischer Sicht eine gewisse Wertigkeit, die bei einer Planung zu berücksichtigen wäre. Das Gelände fällt in Richtung Nordwesten zur Niederung (Mühlenbek) hin ab.

Aufgrund der Flächengröße besteht bei geänderten Flächenbedarfe eine Erweiterungsmöglichkeit.

Die Fläche ist gut über die Dorfstraße angeschlossen. Zwecks Erreichbarkeit müsste ein Knickdurchbruch erfolgen. Der entfallende Knick wäre auszugleichen.

Das Kriterium der sicheren schnellen Verkehrsanbindung ist gegeben.

Die Hilfsfrist kann bei dieser Fläche wahrscheinlich eingehalten werden.

Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der angrenzenden Bebauung geringes Konfliktpotential auf.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen für den Neubau. Die Gemeinde spricht sich gegen eine Entwicklung dieser Fläche aus, da sie aufgrund der naturschutzfachlichen Belange sowie der planerischen Festlegungen der 1. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 6 zu viele Hemmnisse aufweist und andere Flächen geeigneter sind.

Standortprüfung Fläche Nr. 11 – Westlich der Dorfstraße

Die Fläche 11 handelt es sich um eine landwirtschaftlich genutzte Fläche im Außenbereich. Im Landschaftsplan (Entwicklung) ist die Fläche als landwirtschaftliche Fläche dargestellt worden, angrenzend eine Biotopverbundachse. Die Fläche wird nicht durch Knickstrukturen abgegrenzt. Gegenüber befindet sich östlich der 'Dorfstraße' ein Wald, Waldabstandsflächen sind daher einzuhalten.

Die Fläche ist gut über die 'Dorfstraße' an die Ortslage der Gemeinde Goosefeld angeschlossen.

Aufgrund der guten Verkehrsanbindung und Lage wird die Hilfsfrist voraussichtlich eingehalten.

Die Fläche liegt zwischen zwei ehemaligen Hofstellen an der Dorfstraße. Die nördlich angrenzende ehemalige Hofstelle (heutige Nutzung Pension) wird aufgrund der Außenbereichslage als Mischgebiet gewertet. Die südlich angrenzende ehemalige Hofstelle wurde über den Bebauungsplan Nr. 9 überplant. Dort ist ein allgemeines Wohngebiet festgesetzt worden. Immissionsschutztechnisch weist die Fläche aufgrund der angrenzenden Bebauung geringes Konfliktpotential auf.

Bewertung

Das Grundstück eignet sich aus den vor genannten Gründen für den Neubau. Die Gemeinde priorisiert diese Fläche. Taktische Erwägungen aus Hilfsfrist und Verkehrsanbindung stehen dabei in Vordergrund.

Immissionstechnische Konflikte werden seitens der Gemeinde gesehen, eine Bewertung und Machbarkeit wird im Rahmen einer zunächst für die Änderung des Flächennutzungsplanes aufgestellte Schallimmissionsprognose (Anlage dieser Begründung) geprüft.

Die landschaftsplanerischen Belange werden im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung berücksichtigt. Die Einhaltung des Waldabstandstreifens sowie die Biotopverbundachse werden berücksichtigt.