Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 11 der Gemeinde Selk "Baugebiet östlicher Moorredder" für das Gebiet nördlich und östlich der Straße Moorredder

Begründung

1.2 Bestand

Das Plangebiet nordöstlich der Ortslage von Selk wird bislang überwiegend als Pferdekoppel genutzt. Das Grünland wird rundherum von Knicks begrenzt. Ein Teil der östlich angrenzenden Ackerfläche gehört zum Flurstück des Plangebietes, da der östliche Knick nicht auf der Flurstücksgrenze sondern in das Flurstück 90/5 hinein verläuft. Auf dem westlichen und dem östlichen Knick befindet sich je ein Strommast. Die bereits stillgelegte Leitung quert das Plangebiet. Im nordöstlichen Plangebiet befindet sich ein betonierter Güllebehälter, der im Rahmen der Erschließung der Wohnbauflächen zurückgebaut wird.

Das Gelände weist Höhen zwischen 23,80 m üNHN im Südwesten und ca. 19,50 m üNHN im Nordosten auf.

1.3 Grundlage des Verfahrens

Grundlage des Verfahrens ist das Baugesetzbuch (BauGB) vom 03.11.2017 (BGBl. I, S. 3634) in der derzeit gültigen Fassung.

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Selk hat am 10.01.2019 die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 10 beschlossen. Die Aufstellung des Bebauungsplanes soll nach dem Verfahren über die Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren gemäß § 13b BauGB erfolgen. Die Voraussetzungen für die Anwendung des beschleunigten Verfahrens sind:

  • Der Bebauungsplan begründet die Zulässigkeit von Wohnnutzung auf Flächen, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen.
  • Die festzusetzende Grundfläche im Plangebiet liegt unter 10.000 m².
  • Auch erfolgen im näheren Umfeld derzeit keine weiteren Bauleitplanungen, so dass entsprechend § 13a (1) Nr. 1 BauGB keine Flächen von Bebauungsplänen mitzurechnen sind, die in einem sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen.
  • Durch den Bebauungsplan wird auch nicht die Zulässigkeit von Vorhaben begründet, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nach dem UVP-Gesetz bedürfen.
  • Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der in § 1 (6) Nr. 7b BauGB genannten Schutzgüter.
  • Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass bei der Planung Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 BImSchG zu beachten sind.

Die vorgenannten Voraussetzungen liegen für die Aufstellung dieses Bebauungsplanes vor.

1.4 Rechtliche Bindungen