Planungs­dokumente: Aufhebung Bebauungsplan Nr. 3 der Gemeinde Fahrdorf für den Bereich beidseitig der Straße Bockhöh

Begründung

B E G R Ü N D U N G

zur Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 3 der Gemeinde Fahrdorf "Baugebiet Bockhöh" – beidseitig der Straße Bockhöh

1 Grundlage des Verfahrens

Grundlage des Verfahrens ist das Baugesetzbuch (BauGB) vom 03.11.2017 (BGBl. I, S. 3634) in der derzeit gültigen Fassung.

Der Bebauungsplan Nr. 3 der Gemeinde Fahrdorf wurde am 17.09.1965 rechtskräftig. Er beinhaltet überwiegend Reine Wohngebiete, Verkehrsflächen und Flächen für Versorgungsanlagen.

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Fahrdorf hat am 15.09.2020 den Aufstellungsbeschluss zur Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 3 gefasst.

2 Planungsanlass

Die Aufstellung des Bebauungsplans war in den 1960er Jahren erforderlich, um dem wachsenden Bedarf an bebaubaren Flächen nachzukommen. Deshalb wurde in dem ca. 1,8 ha großen Plangebiet eine Wohnbebauung mit Mehrfamilien- und Reihenhäusern sowie vereinzelten Einzelhäusern vorgesehen. Mittlerweile hat sich eine gewachsene Siedlung mit ca. 18 Wohngebäuden entwickelt. Die Regelung durch einen Bebauungsplan sollte auch nur so lange Bestand haben, bis sich eine homogene Siedlungsstruktur entwickelt hat. Das ursprüngliche Planungsziel für das Baugebiet wurde vollständig erreicht. In den letzten Jahren ist zunehmend ein Generationenwechsel bei den Wohnhäusern zu beobachten, welche modernisiert und an die heutigen Wohnbedürfnisse angepasst werden sollen. Diese Möglichkeiten sind durch die teilweise restriktiven Festsetzungen innerhalb des Bebauungsplanes eingeschränkt. Zudem hat sich das Baugebiet im Westen weiter entwickelt, ohne dass diese Entwicklung in einer Änderung des Bebauungsplanes seinen Niederschlag gefunden hätte. Dies betrifft u.a. auch die Verkehrsflächen.

Durch diese Aufhebung werden Erweiterungen bzw. Veränderungen der vorhandenen Bebauung ermöglicht, sofern diese sich in Art und Maß der baulichen Nutzung an die umgebende Bebauung anpassen. Die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit einer künftigen Bebauung ist nach § 34 Baugesetzbuch (BauGB) zu beurteilen.

Den Hauseigentümern wird zukünftig etwas mehr Spielraum bezüglich der Flächenausnutzung und der Gestaltung von Nebenanlagen, z.B. Carports und Garagen, gegeben.