93. Änd. des Flächennutzungsplanes und 54. Änd. des Landschaftsplanes "Erweiterung des Gewerbegebietes Westerallee" sowie Bebauungsplan "Gewerbegebiet südlich der Westerallee" (Nr. 311)

Flensburg

Verfahrensschritt

Auswertung Öffentlichkeit

Zeitraum

Noch 24 Tage

Behörde

Stadt Flensburg

Kurzinfo

Die Planung dient der Vorbereitung für eine langfristige gewerbliche Entwicklung und somit die Sicherung des Standortes Flensburg für die Flensburger Brauerei.

Ansprechpartner für Bürger

Frau Franziska Brodersen
Telefon: 0461 85 4045
Stadtplanung@flensburg.de

Aktuelle Mitteilungen

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Ergänzende Unterlagen

Sie sehen hier die Stellungnahmen, die von Beteiligten zu diesem Verfahren eingereicht und zur Veröffentlichung freigegeben wurden, nachdem der Verfahrensträger dem zugestimmt hat.

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Stellungnahme #1010

Verfasser: Bürger
Eingereicht am:

Sehr geehrte Damen und Herren,



zum vorliegenden Entwurf des Bebauungsplanes Nr.311 ("Gewerbegebiet südlich der Westerallee") der Stadt Flensburg möchte ich folgende Stellungnahme abgeben und meine Bedenken zu den nachfolgenden Punkten anmelden: 



Zu 2.1 der Textlichen Festsetzungen: Höhe der Baulichen Anlagen (§18BauNVO)



Im Baufeld D ist die maximale Gebäudehöhe mit 78,5 m NHN vorgesehen. Diese Gebäudehöhe hat deutliche Auswirkungen auf meine nachbarrechtlichen Belange. Daher erhebe ich hiermit Einspruch gegen die vorgesehene Gebäudehöhe im Baufenster D. 



Begründung: In der Umgebung dieses neuen Gewerbegebietes finden sich keine weiteren Gebäude mit dieser Höhenentwicklung. In den beiden Gewerbegebieten B-Plan Nr. 93 (Gewerbegebiet Westeralle West) und B-Plan Nr. 94 (Gewerbegebiet Westeralle Ost), die sich im westlichen Bereich des neuen Gewerbegebieten anschließen, sind die maximalen Gebäudehöhen in allen Bereichen mit 58 m ü. NN festgelegt. Das neue Gewerbegebiet (B-Plan 311) liegt aber deutlich näher an der östlichen Wohnbebauung (Falkenberg bzw. westliche Höhe). Die geplanten 78,5 m NHN sind somit um ca. 20m höher vorgesehen als in den angrenzenden Gewerbegebieten und würden sich deutlich von der umgebenden Bebauung absetzen und optisch sehr störend wirken. Selbst der höchtste Wohnblock im B-Plan Gebiet 5a (Timm-Kröger-Weg ) weist mit seiner 8-geschossigen Bauweise einer Gebäudehöhe von 68 m NHN auf und ist damit noch immer 10,0 m niedriger als der geplante Gebäudekörper im Baufeld D !



Zu 5.3 der Begründung zum Bebauungsplan: Erschießung (Verkehrerschließung)



Es ist schon jetzt so, dass innerhalb der Woche diverse LKW (Sattelauflieger) sich in den östlichen Teil der Westeralle verirren und dann über die Goerdelerstraße, Marienallee und Friedenshügel wieder zurück zum Gewerbegebiet Westerallee fahren. Das können wir regelmäßig beobachten. Es kommt sogar immer wieder vor, dass Sattelauflieger im Einmündungbereich des Timm-Kröger-Weges und im Kreuzungsbereich der Goerdelerstraße wenden und um dann zurück zum Gewerbegebiet zu fahren. Es ist daher zu befürchten, dass sich durch den zusätzlichen Lieferverkehr der Flensburger Brauerei vermehrt LKW in den östlichen Bereich (Wohnbereich) der Westerallee verirren werden. Bei der verkehrtechnischen Planung sollte dieser Punkt zwingend Berücksichtigung finden und eine Durchfahrtsbeschränkung für LKW eingerichtet werden. In der verkehrstechnischen Untersuchung von SHT Ingenieure wird dieser Punkt jedoch nur angeschnitten aber keine konkrete Umsetzung empfohlen. Ich möchte daher darauf hinweisen, dass eine Durchfahrtsbeschränkung für LKW im Brückenbereich (B200) dringend erforderlich ist wenn die Brauerei an dem geplanten Standort errichtet werden soll.  



Zu 6.6 der Begründung zum Bebauungsplan: Hinweis zum Immisionsschutz (§9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB)



Zum Schallschutz:



Im schalltechnischen Gutachten (v. 25.03.2020) vom Ingenieurbüro für Akustik Busch ist unser privates Wohnhaus (Westerallee 106) als Immisionsstandort "IO25" untersucht worden. Die angenomene Gebäudehöhe (5,00m) von unserem Wohnhaus ist im Schallgutachten ist falsch! Das Wohnhaus ist tatsächlich 7,50 m hoch.



Damit passen auch nicht die berechneten Zusatzbelastungen für unser Wohnhaus nach Realisierung des geplanten Bauvorhaben im B-Plan Nr.311. Lt. den vorliegenden schalltechnischen Berechnungen ist an dem Standort meines Wohnhauses, trotz der geplanten Schallschutzmaßnahmen, schon im 1.BA (Bauabschnitt) mit einer deutlichen Erhöhung des Beurteilungspegels zu rechnen: tagsüber von aktuell 39,9 auf 45,2 und nachts (22.00 Uhr bis 6,00 Uhr) von aktuell 24,4 auf 28,4 dB(A). Im 2.BA erhöht sich der Nachwert sogar um 5,9 auf insgesamt 30,3 dB (A). Da diese Werte noch auf Grundlage der falschen Gebäudehöhe berechnet wurden, muss ich davon ausgehen, dass die Schallimmissionswerte für unser Wohnhausstandort noch deutlich höher liegen werden.



Zum Immisionsschutz "Geruch" und "Luftschadstoffe":



In den vorliegenden Planunterlagen befindet sich keine Immissionschutzstellungnahmen zur Geruchsbelastung durch die geplante Brauerei. Da es bekanntermaßen an dem derzeitigen Standort (Munketoft) der Flensburger Brauerei immer wieder zu störenden Geruchsbelästigungen kommt, möchte ich hiermit meine Bedenken wegen möglicher Geruchsbelastungen anmelden. Zudem ist durch den zusätzlichen LKW-Verkehr von und zu dem geplanten Brauereistandort mit einer deutlichen Erhöhung von Abgasemmissionen zu rechnen.



Aus den beiden vorgenannten Gründen erhebe ich Einspruch gegen die vorliegende Planung.

Stellungnahme #1009

Verfasser: Bürger
Eingereicht am:

Sehr geehrte Damen und Herren,



zum vorliegenden Entwurf des Bebauungsplanes Nr.311 ("Gewerbegebiet südlich der Westerallee") der Stadt Flensburg möchte ich folgende Stellungnahme abgeben und meine Bedenken zu den nachfolgenden Punkten anmelden: 



Zu 2.1 der Textlichen Festsetzungen: Höhe der Baulichen Anlagen (§18BauNVO)



Im Baufeld D ist die maximale Gebäudehöhe mit 78,5 m NHN vorgesehen. Diese Gebäudehöhe hat deutliche Auswirkungen auf meine nachbarrechtlichen Belange. Daher erhebe ich hiermit Einspruch gegen die vorgesehene Gebäudehöhe im Baufenster D. 



Begründung: In der Umgebung dieses neuen Gewerbegebietes finden sich keine weiteren Gebäude mit dieser Höhenentwicklung. In den beiden Gewerbegebieten B-Plan Nr. 93 (Gewerbegebiet Westeralle West) und B-Plan Nr. 94 (Gewerbegebiet Westeralle Ost), die sich im westlichen Bereich des neuen Gewerbegebieten anschließen, sind die maximalen Gebäudehöhen in allen Bereichen mit 58 m ü. NN festgelegt. Das neue Gewerbegebiet (B-Plan 311) liegt aber deutlich näher an der östlichen Wohnbebauung (Falkenberg bzw. westliche Höhe). Die geplanten 78,5 m NHN sind somit um ca. 20m höher vorgesehen als in den angrenzenden Gewerbegebieten und würden sich deutlich von der umgebenden Bebauung absetzen und optisch sehr störend wirken. Selbst der höchtste Wohnblock im B-Plan Gebiet 5a (Timm-Kröger-Weg ) weist mit seiner 8-geschossigen Bauweise einer Gebäudehöhe von 68 m NHN auf und ist damit noch immer 10,0 m niedriger als der geplante Gebäudekörper im Baufeld D !



Zu 5.3 der Begründung zum Bebauungsplan: Erschießung (Verkehrerschließung)



Es ist schon jetzt so, dass innerhalb der Woche diverse LKW (Sattelauflieger) sich in den östlichen Teil der Westeralle verirren und dann über die Goerdelerstraße, Marienallee und Friedenshügel wieder zurück zum Gewerbegebiet Westerallee fahren. Das können wir regelmäßig beobachten. Es kommt sogar immer wieder vor, dass Sattelauflieger im Einmündungbereich des Timm-Kröger-Weges und im Kreuzungsbereich der Goerdelerstraße wenden und um dann zurück zum Gewerbegebiet zu fahren. Es ist daher zu befürchten, dass sich durch den zusätzlichen Lieferverkehr der Flensburger Brauerei vermehrt LKW in den östlichen Bereich (Wohnbereich) der Westerallee verirren werden. Bei der verkehrtechnischen Planung sollte dieser Punkt zwingend Berücksichtigung finden und eine Durchfahrtsbeschränkung für LKW eingerichtet werden. In der verkehrstechnischen Untersuchung von SHT Ingenieure wird dieser Punkt jedoch nur angeschnitten aber keine konkrete Umsetzung empfohlen. Ich möchte daher darauf hinweisen, dass eine Durchfahrtsbeschränkung für LKW im Brückenbereich (B200) dringend erforderlich ist wenn die Brauerei an dem geplanten Standort errichtet werden soll.  



Zu 6.6 der Begründung zum Bebauungsplan: Hinweis zum Immisionsschutz (§9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB)



Zum Schallschutz:



Im schalltechnischen Gutachten (v. 25.03.2020) vom Ingenieurbüro für Akustik Busch ist unser privates Wohnhaus (Westerallee 106) als Immisionsstandort "IO25" untersucht worden. Die angenomene Gebäudehöhe (5,00m) von unserem Wohnhaus ist im Schallgutachten ist falsch! Das Wohnhaus ist tatsächlich 7,50 m hoch.



Damit passen auch nicht die berechneten Zusatzbelastungen für unser Wohnhaus nach Realisierung des geplanten Bauvorhaben im B-Plan Nr.311. Lt. den vorliegenden schalltechnischen Berechnungen ist an dem Standort meines Wohnhauses, trotz der geplanten Schallschutzmaßnahmen, schon im 1.BA (Bauabschnitt) mit einer deutlichen Erhöhung des Beurteilungspegels zu rechnen: tagsüber von aktuell 39,9 auf 45,2 und nachts (22.00 Uhr bis 6,00 Uhr) von aktuell 24,4 auf 28,4 dB(A). Im 2.BA erhöht sich der Nachwert sogar um 5,9 auf insgesamt 30,3 dB (A). Da diese Werte noch auf Grundlage der falschen Gebäudehöhe berechnet wurden, muss ich davon ausgehen, dass die Schallimmissionswerte für unser Wohnhausstandort noch deutlich höher liegen werden.



Zum Immisionsschutz "Geruch" und "Luftschadstoffe":



In den vorliegenden Planunterlagen befindet sich keine Immissionschutzstellungnahmen zur Geruchsbelastung durch die geplante Brauerei. Da es bekanntermaßen an dem derzeitigen Standort (Munketoft) der Flensburger Brauerei immer wieder zu störenden Geruchsbelästigungen kommt, möchte ich hiermit meine Bedenken wegen möglicher Geruchsbelastungen anmelden. Zudem ist durch den zusätzlichen LKW-Verkehr von und zu dem geplanten Brauereistandort mit einer deutlichen Erhöhung von Abgasemmissionen zu rechnen.



Aus den beiden vorgenannten Gründen erhebe ich Einspruch gegen die vorliegende Planung.









 









       



   











       





    





   



           



 





 

Stellungnahme #1008

Verfasser: Bürger
Eingereicht am:



Meine Einwände aufgrund der Verkehrsbelastung durch die Brauerei-LKWs bei einer  Verlagerung der Flensburger Brauerei an die Westerallee habe ich Ihnen bereits geschrieben. Kommen wir noch zu weiteren Einwänden, die m.E. Berücksichtigung bei der städtischen Planung bzw. Veränderung der Planung finden sollten.





1.      Kein Industriebetrieb neben ein Wohngebiet umsiedeln: Mir ist vollkommen unklar, vor welchem rechtlichen Hintergrund ein Industriebetrieb wie die Brauerei zwischen einem Wohngebiet und einem Gewerbegebiet angesiedelt werden soll. Bislang kannte ich vor allem die Regelung, dass Industriebetriebe bei Umsiedelungen an den Stadtrand verlagert werden. Selbst wenn zunächst nur die Flaschensortierung/Befüllung der Brauerei an die Westerallee umziehen sollte, mittelfristig ist mit dem Umzug der Brauerei zu rechnen. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden.





 





2.      Die Höhe der umliegenden Gebäude berücksichtigen: Mit 34 Metern Höhe ist das geplante Brauereigebäude zu hoch, verglichen mit der Bebauung vor Ort. Die Gebäude im Gewerbegebiet sind in der Regel zwei-, maximal dreistöckig, die Wohnhäuser im betreffenden Gebiet haben ebenfalls mehrheitlich zwei oder drei Stockwerke. Einzig die beiden Wohntürme im Timm-Kröger-Weg sind höhere Wohngebäude. Sehen können aber die meisten Anwohner des Friesischen Berges und der Westlichen Höhe sowie die Besucher des Gewerbegebietes den zu hohen Brauereiturm. Riechen werden alle Anwohner die Abluft der Flensburger Brauerei, vom Feinstaub und den Abgasen werden alle Flensburger auf der westlichen Seite des Hafens betroffen sein, denn der vorherrschende Westwind wird für eine entsprechende Verteilung sorgen. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünden weniger Lärm-, Abgas- und Geruchsbelästigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner.





 3.      Kosten für Umsetzung der Strommasten realistisch ansetzen: Über die Kosten für die Umsetzung der Strommasten werden sehr unterschiedliche Informationen, meist flüsternd, weitergegeben. Sie reichen von 1,5 Millionen Euro bis zu 3,5 Millionen Euro für die Stadt Flensburg. Ich kann diese Kosten nicht beurteilen, bitte Sie jedoch um eine realistische Beurteilung der Umsetzungskosten bei einer entsprechenden Kalkulation, unter der besonderen Berücksichtigung der Bodenverhältnisse und der gesetzlichen Abstandsregelungen. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünden keine entsprechenden Kosten für den Flensburger Haushalt.





 





6.      Pro-Kopf mehr als 240,00 Euro „Grundsteuer B“ - plus kommunaler Anteil an der Einkommenssteuer: Grundsätzlich gilt es bei einem entsprechenden Bauvorhaben in der Westerallee eine Güterabwägung zwischen den Interessen der Stadt Flensburg, der Flensburger Brauerei und den Einwohnerinnen und Einwohnern in den betroffenen Straßen Friesische Straße, Marienallee, Thomas-Mann-Straße, Goerdelerstraße, Emil-Nolde-Straße, Falkenberg, Strucksdamm, Immenhof, Robert-Koch-Straße, Sauermann Straße, Timm-Kröger-Weg, Ludwig-Dettmann-Straße, Hinrich-Ringeringk-Straße, Ernst-Balach-Straße, Leuschnerstraße, Leberstraße, Geschwister-Scholl-Straße, Bonhoefferstraße, Stauffenbergstraße, Hebbelstraße, Theodor-Storm-Straße, Klaus-Groth-Straße, Nikolaiallee, Professor-Mensing-Straße, Westerallee und Albert-Schweitzer-Hof leben. Betroffen von den Lärm, den Geruchs- und Abgasveränderungen durch den Umzug der Brauerei werden auch die Menschen zwischen der Westerallee, der Molsenkoppel bis hin zum Marienhölzungsweg sein, wenn auch nicht in dem Maße, wie die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebietes zwischen der Marienallee und der Westerallee. Es handelt sich um ein schönes Wohngebiet auf dem Friesischen Berg/Westliche Höhe, mit vielen Mietern und Eigentümern. Sie alle haben seit Jahren und Jahrzenten ihre Miete an den Vermieter beglichen oder ihren Bankkredit abbezahlt, bzw. zahlen diese gegenwärtig (an die NOSPA) ab. Wichtig ist jedoch: Alle Bewohner haben seit dem Tag ihres Einzuges, als Mieter oder Eigentümer, die Grundsteuer B an die Stadt Flensburg gezahlt.





 Die Grundsteuer B ist umlagefähig, sie wird weitgehend konjunkturunabhängig von Mietern und Eigentümern gezahlt. Mittlerweile gehört der Flensburger Hebesatz der Grundsteuer B in Höhe von 690% zu den höchsten Hebesätzen in ganz Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt beträgt das Pro-Kopf Aufkommen der Grundsteuer B in Schleswig-Holstein rund 150,00 Euro, berechnet jedoch mit einem Durchschnittshebesatz von lediglich 390%. Der Haushalt der Stadt Flensburg für das Jahr 2020 weist eine prognostizierte Einnahme durch die Grundsteuer B in Höhe von 21,7 Mio. Euro aus, hinzu kommen der Gemeindeanteil Einkommenssteuer von 37,5 Mio. Euro. Teilt man die angesetzte Einnahme aus der Grundsteuer B (21,7 Mio. Euro, 2020, Soll) durch die Einwohnerzahl Flensburgs (90.000 Einwohner), dann zahlt jeder Bewohner in Flensburg bereits eine Grundsteuer in Höhe von mehr als 240,00 Euro. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie hoch das Steueraufkommen aus der Grundsteuer B aus den oben genannten Straße ist, man könnte es sicherlich feststellen, wenn man beim Kämmerer nachfragt. Diese Einnahmen erbringen die Bürgerinnen und Bürger konjunkturunabhängig für die Stadt Flensburg, sie erhalten dafür u.a. Bildung, Sicherheit und Kultur. Mit diesen Steuerzahlungen ermöglichen auch die Bewohnerinnen und Bewohner der oben genannten Straßen die wichtigen Ausgaben für kommunale KiTas, das Gesundheitsamt, das Ordnungs-, Einwohnermeldeamt und das Standesamt, das städtische Theater, die Strandpflege oder den Betrieb der Flensburger Schulen sowie der Transferzahlungen an junge, mittlere und ältere Einwohner, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht. Die Interessen dieser Bewohner als Steuerzahler sollten im Rahmen der Güterabwägung zwischen den Interessen der Stadt, der Brauerei und den Anwohnern Berücksichtigung zu finden. Kein Mieter oder Hausbesitzer will und kann seine Wohnung oder Haus unter den Arm nehmen und einfach die Straße oder den Wohnort wechseln. Die Bewohner der oben genannten Straßen sind auf die Stadt und ihre politischen Entscheidungsträger angewiesen, so wie die Stadt auf ihre Bürgerinnen und Bürger als Steuerzahler und demokratisch-partizipativen Bürger angewiesen ist. Berücksichtigen Sie bitte bei der Planung, dass die Kosten für die Stadt deutlich geringer sind, wenn die Brauerei nicht den von der Verwaltung der Politik präferierten neuen Standtort Westerallee erhält. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünden weniger Kosten für Lärmschutz, Veränderung der Strommasten, Verkehrslenkung, Verkehrssicherheit u.a.m. für den Flensburger Haushalt.





 





7.      Politische Prozesse sind auch immer Verhandlungs- und Ausgleichprozesse: Bislang habe ich einen solchen Interessenausgleichsprozess im Rahmen des Brauereiumzuges nicht wahrgenommen. Ich habe weder die betreffenden Straßen als relevant im oben genannten Gutachten vorgefunden, noch eine Diskussion über die Einrichtung von Zonen 30 km/h, von Zebrastreifen, Rechts-vor-Links-Regelungen, Durchfahrt-Verboten-Schilder wahrgenommen. Die Ratsherren und Ratsfrauen, mit denen ich gesprochen habe, betrachten die Interessen der Stadt als Empfänger der Gewerbesteuer und Aspekte des kommunalen Marketings durch die Brauerei. Das kann ich gut verstehen, aber es gibt m.E. noch mehr Interessen, die berücksichtigt werden müssten, weil auch die Bewohner der oben genannten Straßen die Stadt lebens- und liebenswert machen. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünde nicht die Notwendigkeit eines solchen Interessenausgleiches und die Verwaltung und Kommunalpolitik müssten nicht einseitig die Lasten für die Umsiedlung den Bewohnern des Friesischen Berges und der Westlichen Höhe auferlegen.





 





Stellungnahme #1007

Verfasser: Bürger
Eingereicht am:



1.      Aufgrund der gutachtlich prognostizierten Zunahme des LKW-Verkehrs durch fast 20 Brauerei-LKWs pro Stunde (in täglichen Spitzenzeiten) wird die bereits jetzt überlastete B199/Kreuzung zur Staustrecke Flensburgs. Da eine weitere Zunahme des Verkehrs, vollkommen unabhängig von dem Umzug der Flensburger Brauerei, durch das Bundesumweltamt prognostiziert wird (zwischen den Jahren 1991 und 2018 nahm der motorisierte Individualverkehr – Pkw und Krafträder – um etwa 31 % zu, der inländische Güterverkehrsaufwand stieg von 1991 bis 2018 um etwas mehr als 100 %), kann auch durch die versprochene neue Ampelschaltung der Verkehr auf der B199 nicht mehr fließend gehalten werden. Daraus ergeben sich folgende Probleme:





 





1.2  Umgebungslärmrichtlinie: Durch die Ansiedelung der Flensburger Brauerei im oben genannten Gebiet entsteht eine zusätzliche Verkehrsbelastung, diese führt auf der B199 zu Stau. Durch den Stau auf der B199 entsteht Lärm, Lärm ist ein gravierendes Umweltproblem. Die interaktive Lärmkarte des Bundesumweltamtes weist bereits heute die B199 als besonders lärmintensiv aus (Lärmkartierung nach Umgebungslärmrichtlinie https://gis.uba.de/maps/resources/apps/laermkartierung/index.html?lang=de): „Die Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm anhand von Lärmkarten bildet die Grundlage für die Information der Bevölkerung und die Erstellung von Aktionsplänen zum Lärmschutz. In der Europäischen Union (EU) geschieht dies nach einheitlichen Verfahren basierend auf der Umgebungslärmrichtlinie.“ Durch die Lärmschutzmaßnahmen entstehen der Stadt Kosten. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche ansiedeln, würden Kosten für die Allgemeinheit, durch die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie vermieden werden.





1.3  Kommunale Lärmziele werden nicht erreicht: Durch die Ansiedelung der Flensburger Brauerei im oben genannten Gebiet widerspricht sich die Stadt selbst bei der Zielsetzung, den Umgebungslärm, insbesondere Straßenlärm, zu reduzieren. Richtigerweise schreibt die  Stadt: „Umgebungslärm, insbesondere Straßenlärm, stellt für viele Einwohner*innen in Flensburg eine große Belastung dar. Die Stadt Flensburg ist nach EG-Umgebungslärmrichtlinie verpflichtet, in einem Turnus von fünf Jahren eine Lärmkartierung vorzulegen und eine darauf aufbauende Lärmaktionsplanung zu erarbeiten. Mit einem Lärmaktionsplan sollen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. Der zweite Lärmaktionsplan wurde 2015 erstellt. Nun steht die Fortschreibung des Lärmaktionsplans für die 3. Stufe an, diese wird wieder mit einer Beteiligung der Flensburger Bevölkerung einhergehen.“ Die Reduzierung des Lärms als Belastung für die Anwohner wird hinter die privatwirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens gestellt. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche ansiedeln, entstünde nicht ein solcher Zielkonflikt, und die Verwaltung und Kommunalpolitik müssten sich nicht gegen die Interessen der Flensburgerinnen und Flensburger in den Wohngebieten entscheiden.





 





1.4  Ausweichstrecken werden im Gutachten nicht berücksichtigt: Durch die Ansiedelung der Flensburger Brauerei im oben genannten Gebiet entsteht eine zusätzliche Verkehrsbelastung, diese führt auf der B199 zu Stau. Diesen Stau werden die Brauerei-LKW-Fahrer verständlicherweise umfahren, ihre Arbeitszeiten und die Interessen ihres Arbeitgebers lassen keinen Stillstand zu. Die LKWs werden durch die Marienallee und die Goerdelerstraße (30 Km/h-Zone) fahren, um die Westerallee zu erreichen. In der Bürgerversammlung von 13.11.2019 wurde vom Gutachter diese Ausweichmöglichkeit der Brauerei-LKWs unberücksichtigt gelassen. Ein Gutachter, der die zusätzliche Verkehrsbelastung der Marienallee, Goerdelerstraße, Emil-Nolde-Straße und Westerallee nicht berücksichtigt, erstellt ein unvollständiges Gutachten. Wenn Sie es wünschen, dann kann ich Ihnen gerne entsprechende Fotos aus der Bürgerversammlung zur Verfügung stellen, die das fehlerhafte Gutachten dokumentieren. Ein solcher Gutachter verursacht mit seinem Gutachten eher Fragen und Misstrauen als die Planungssicherheit, die man von ihm erwarten sollte. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, müsste ein solches unvollständiges Gutachten nicht als Entscheidungsgrundlage für die Verwaltung und Politiker herhalten. Man könnte es einfach „vergessen“… (wie bei den Punkten/Begegungsstätte auch).





 





1.5  Verkehrssicherheit sinkt: Bleiben wir noch bei der zunehmenden Verkehrsbelastung der Marienallee und der Goerdelerstraße (30 Km/h-Zone), durch die Brauerei-LKWs, die die Westerallee erreichen wollen. Wie gesagt, in der Bürgerversammlung von 13.11.2019 wurde vom Gutachter diese Ausweichmöglichkeit der Brauerei-LKWs unberücksichtigt gelassen. Damit bleibt das u.a. Interesse der Schülerinnen und Schüler (und ihrer Eltern, Großeltern, …) an einem sicheren Schulweg zu Falkenbergschule in dem Gutachten vollkommen unberücksichtigt. Bedenken sollte man, auch wenn es der Gutachter unterlässt, dass junge und alte Menschen an verschiedenen Stellen in der Marienallee die Straße wechseln und das es eine KiTa in der Marienallee gibt. Der Unfall eines Schülers, der auf seinem Fahrrad am Ende der Schützenkuhle/Husumer Straße von einem LKW-Fahrer übersehen wurde und zu Tode kam, ist uns Zeitungslesern vermutlich noch in schrecklicher Erinnerung. Auch wenn die Anzahl der Verkehrstoten in Flensburg glücklicherweise sinkt, gilt es auch zukünftig, für mehr kommunale Verkehrssicherheit zu sorgen, das betrifft auch die Wege zur Grundschule Falkenberg, zu Rewe oder Aldi und zur KiTa. Wenn Eltern meinen, dass die Fußgängerwege und die Fahrradfahrerwege durch die Brauerei-LKWs weniger sicher sind als zuvor, dann werden die Schülerinnen und Schülern von ihren Angehörigen oder in Fahrgemeinschaften mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Die Verkehrsbelastung nimmt dann weiter zu, was nicht im Interesse der Umwelt ist. Die Verkehrssicherheit für die Anwohner wird hinter die privatwirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens gestellt. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünde nicht ein solcher Zielkonflikt, und die Verwaltung und Kommunalpolitik müsste sich nicht gegen die Interessen der Flensburgerinnen und Flensburger in den Wohngebieten entscheiden.





 





1.6  Belastungen nicht einseitig verteilen: Gleiches gilt für die unmittelbare Lärm- und Abgasbelastung der Anwohner in den Straßen Marienallee, Goerdelerstraße, Emil-Nolde-Straße und Westerallee. Eines der kommunalpolitischen Ziele, die Reduzierung des Lärms als Belastung für die Anwohner wird hinter die privatwirtschaftlichen Interessen eines Flensburger Unternehmens gestellt. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünde nicht ein solcher Zielkonflikt, und die Verwaltung und Kommunalpolitik müsste sich nicht einseitig gegen die Interessen der Flensburgerinnen und Flensburger in den dortigen Wohngebieten entscheiden.





 





1.7  Hilfsfristen werden nicht erreicht: Durch die Ansiedelung der Flensburger Brauerei im oben genannten Gebiet entsteht eine zusätzliche Verkehrsbelastung, diese führt auf der B199 zu Stau. Die Fahrten der Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen zu den Krankenhäusern bzw. den Zielen auf der Westlichen Höhe werden verlangsamt. Die kommunalen und länderbestimmten Hilfsfristen (Telefon-, Ausrück- und Anfahrtszeit) können nicht eingehalten werden. Die Hilfsqualität sinkt, die Opferzahlen steigen. Der Stadt entstehen durch die Abweichung von der Hilfsfristvorgabe erhebliche Kosten, da die Organisation des Brandschutzes bzw. Rettungsdienstes überprüft werden und die Anzahl und die Positionierung von Rettungsfahrzeugen neu gestaltet werden müssen. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, würden Kosten für die Allgemeinheit durch die Neuorganisation des Rettungswesens vermieden werden.





 





1.8  Westwind verteilt Lärm, Abluft und Abgase von der westlichen Höhe über die ganze Stadt: Durch die Ansiedelung der Flensburger Brauerei im oben genannten Gebiet entsteht eine zusätzliche Verkehrsbelastung, diese führt auf der B199 zu Stau. Zusätzlicher Feinstaub und Abgase (u.a. Kohlenmonoxid und Kohlendioxid) belasten nicht nur die unmittelbare Umgebung, der Westwind wird auch den Feinstaub und Abgase über Flensburg verteilen. Es wäre zu prüfen, ob an windstilleren Tagen aufgrund der Umweltgesetzgebung ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge droht. Würde durch die generelle Zunahme des LKW- und Individualverkehrs (siehe Bundesumweltamt) und die zusätzlichen LKWs der Flensburger Brauerei ein Fahrverbot realisiert werden müssen, würde die Allgemeinheit benachteiligt und ein privatwirtschaftliches Unternehmen bevorzugt werden. Würde sich die Flensburger Brauerei in einem anderen Gebiet, beispielsweise neben dem kommunalen Flughafengelände oder der diskutierten Landwirtschaftsfläche, ansiedeln, entstünde nicht ein solcher Zielkonflikt und die Verwaltung und Kommunalpolitik müssten sich nicht gegen die Interessen der dort lebenden Flensburgerinnen und Flensburger entscheiden.





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