Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 107, 2. öffentliche Auslegung

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Inhaltsverzeichnis

Textliche Festsetzungen

16. Höhe und Höhenlage baulicher Anlagen (§ 16 und § 18 BauNVO)

Systemskizze zu Text (Teil B), Ziff. I, 16. zu 16.1, 16.2 zu 16.3, 16.5 bis 16.7

  • In allen Gebieten dürfen die baulichen Anlagen mit der Oberkante des Fertigfußbodens des Erdgeschosses (OKEGFF) = Sockelhöhe der straßenseitigen Gebäudeseite nicht höher als 0,60 m über dem Straßenbezugspunkt und nicht tiefer als der Straßenbezugspunkt liegen.
  • Für die festgesetzte Sockelhöhe (SH) ist der dem Grundstück nächstliegende festgesetzte Straßenbezugspunkt zu wählen. Beim Vorhandensein mehrerer nächstliegender Straßenbezugspunkte ist die Auswahl freigestellt.
  • Bei abfallendem oder ansteigendem Gelände ist die Sockelhöhe von maximal 0,60 m um das Maß des vorhandenen Geländeverlaufes zu reduzieren bzw. zu ergänzen.
  • Bei Gebäuden mit versetzten Geschossebenen gilt die Festsetzung für die Eingangsebene.
  • Die Höhe der Firstlinie (FH) von geneigten Dächern darf die festgesetzte Gebäudehöhe (GH) nicht überschreiten. Ausnahmsweise dürfen baulich untergeordnete notwendige technische Anlagen die festgesetzte Gebäudehöhe bis zu 1,50 m überschreiten.
  • Die Höhe der Außenwände (Höhe des Schnittpunkts der Außenwand mit der Dachdeckung bzw. der Attika von Flachdächern, Dachterrassen und geneigten Dächern) darf die festgesetzte Wandhöhe (WH) nicht überschreiten.
  • Die max. Gebäudehöhe (Attika- und Firsthöhe) darf erst nach einem Rücksprung von 1,20 m zur Fassade erreicht werden. Dies gilt nicht für Giebelwände.
  • Im Bereich der zwingenden II Vollgeschosse beträgt die straßenseitige Wandhöhe (Schnittpunkt der Außenwand mit der Dachdeckung) mind. 4,50 m über OKEGFF.
  • Örtliche Bauvorschriften (§ 9 Abs. 4 BauGB i. V. m. § 84 LBO)

17. Dächer

  1. Die in der Planzeichnung festgesetzten Dachformen und Dachneigungen beziehen sich auf die Hauptdachflächen. Untergeordnete Dachflächen und Dachgauben können abweichend gestaltet werden.
  2. In den WA 1 -, WA 2 -, WA 3 -, WA 5 - bis WA 11 - Gebieten sind geneigte Dachflächen ab 18° Dachneigung in den Farben Rot, Rot-Braun oder Anthrazit zugelassen, die sich an den nachstehend aufgeführten Farbmustern gemäß Farbregister RAL 840-HR anlehnen: RAL 2001 (Rotorange), RAL 2002 (Blutorange), RAL 3000 (Feuerrot), RAL 3002 (Karminrot), RAL 3011 (Braunrot), RAL 3013 (Tomatenrot), RAL 3016 (Korallenrot), RAL 7005 (Mausgrau), RAL 7010 (Zeltgrau), RAL 7012 (Basaltgrau), RAL 7013 (Braungrau), RAL 7015 (Schiefergrau), RAL 7016 (Anthrazitgrau), RAL 7022 (Umbragrau).
  3. Im WA 4 - Gebiet sind Dächer in der Farbe Ziegelrot zugelassen, die sich an den nachstehend aufgeführten Farbmustern gemäß Farbregister RAL 840-HR anlehnen: RAL 3000 (Feuerrot), RAL 3002 (Karminrot), RAL 3013 (Tomatenrot), RAL 3016 (Korallenrot).
  4. Im WA 9 - Gebiet sind Dächer, außer in den unter Pkt. 17.2 aufgeführten Farben, zusätzlich in der Farbe Ziegelgelb zugelassen, die sich an den nachstehend aufgeführten Farbmustern gemäß Farbregister RAL 840-HR anlehnen: RAL 1011 (Braunbeige), RAL 1017 (Safrangelb), RAL 1032 (Ginstergelb).
  5. Gründächer sind grundsätzlich zulässig. Glänzende oder glasierte Dacheindeckungen sowie unbeschichtete Metalleindeckungen sind grundsätzlich unzulässig. Ausnahmsweise können Metalleindeckungen zugelassen werden, die eine natürliche Patina bilden.
  6. Solaranlagen sind generell zulässig. Solaranlagen, die zu öffentlichen Straßenverkehrsflächen ausgerichtet sind, sind als Rechteck zu gestalten. Bei Walmdächern können Solaranlagen ausnahmsweise auch als gestuftes symmetrisches Trapez gestaltet werden.
  7. Doppelhäuser sind in Bezug auf Dachform und Traufhöhe des Hauptgebäudes jeweils einheitlich zu gestalten.
  8. Im WA 2 - Gebiet sind Hausgruppen bzw. Reihenhäuser in Bezug auf die Dachform des Hauptgebäudes jeweils einheitlich zu gestalten.