Planungs­dokumente: 7. Änderung des B-Plans Nr. 25 der Stadt Schleswig - "Gebiet südlich der Straße „Ilensee“ zwischen Werkstraße, der A.P. Møller Skolen und dem ehemaligen Bauhof "

Begründung

2.5 Natur und Landschaft

Das Gelände wird im Landschaftsplan der Stadt Schleswig als besiedelte Fläche dargestellt. Das Gelände fällt in seiner Höhenentwicklung vom Ilensee in Richtung Schlei ab. Der Höhenunterschied beträgt im Plangebiet 6,00 Höhenmeter (5,00 m bis 11,00 m).

Am östlichen und westlichen Rand werden im Landschaftsplan hochwertige Knicks gekennzeichnet. Vom westlich verlaufenden Knick verschwenkt im Kartenwerk ein Knickabschnitt parallel zur Straße „Ilensee“ in westliche Richtung.

Der am westlichen Rand des Baugebietes verlaufende Knick ist mit standortgerechten Knickgehölzen besetzt und wird als zu erhalten festgesetzt.

Zur Sicherung des westlichen Knicks wird beidseitig zum Knickfuß ein Schutzbereich festgesetzt. Dieser Fläche wird mit dem Planzeichen „Umgrenzung von Flächen mit Bindung für Bepflanzungen und für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und Bepflanzungen sowie von Gewässern“. Diese Pflanzbereiche werden analog zur Ursprungsplanung des Bebauungsplanes Nr. 25 auch parallel zur Straße „Ilensee“ festgesetzt.

Der nördliche Teil des Planbereichs ist noch unbebaut. Hier hat sich aufgrund der ausgesetzten Nutzung eine in Teilen trockene, in Teilen stickstoffreiche Ruderalsflur eingestellt, auf der unterdessen einzelne jüngere Gehölze wachsen.

Im zentralen östlichen Bereich der Fläche ist eine Senke vorhanden, in der sich ein temporäres Kleingewässerentwickelt hat. Das Gewässer ist gem. § 30 Abs. 2 Nr. 1 BNatSchG als geschütztes Biotop zu bewerten.

Durch die ausgebliebene Nutzung der nördlichen Fläche haben sich Biotoptypen entwickelt, die potenzielle Teillebensräume für Brutvögel und Amphibien im städtischen Umfeld darstellen.

Eine artenschutzrechtliche Konfliktanalyse ergab, dass keine streng geschützten Tier- und Pflanzenarten im Planbereich zu erwarten sind. Als artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme der wegfallenden Gebüsche, wird auf einer Restfläche der Ausgleichsmaßnahme für die Umsetzung des Bebauungsplanes Nr. 94 (Feuerwache am Karpfenteich), nördlich des Lärmschutzwalls St. Jürgen, auf einer Fläche von ca. 1.500 m² Größe, Sträucher und Bäume gepflanzt (Verhältnis 1 : 1).

Des Weiteren ist eine entsprechende Ausgleichsmaßnahme für den Tümpel im Verhältnis 1 : 1 vorgesehen. Der Tümpel ist nicht als Laichhabitat geeignet, daher sind keine streng geschützten Amphibien durch das Vorhaben betroffen, jedoch gilt dieser als geschütztes Biotop und ist daher in einem eigenständigen Verfahren für die Beseitigung zu genehmigen.

Unter Berücksichtigung der bisherigen Flächennutzung durch die vorhandene und die angrenzende Bebauung ist das Vorhaben bezogen auf das Schutzgut Pflanzen und Tiere bei Einhaltung der genannten Bauzeiten als verträglich zu bewerten. Kompensationsmaßnahmen für verloren gehende Teilhabitate von Brutvögel können mit den vorgesehenen Pflanzungen gewährleitstet werden.

Zusammenfassend kann bei Einhaltung der dargelegten Rodungstermine und des Zeitraums zur Verfüllung des Tümpels das unmittelbare Eintreten von verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG ausgeschlossen werden.

3. Bodenordnende Maßnahmen

Die im Geltungsbereich des Bebauungsplanes erfassten Flurstücke sowie die Eigentumsverhältnisse sind im Eigentümerverzeichnis mit den erforderlichen Daten aufgeführt.

Die stadteigenen Flurstücke werden zur Durchführung der Planung, Herstellung der Verkehrsflächen sowie zur Zusammenlegung bei geplanten Grundstücksneuordnungen zur Verfügung gestellt.

Die von der Neuordnung betroffenen nicht stadteigenen Flächen sollen möglichst im Wege freiwilliger Vereinbarungen (Kauf, Tausch), dem beabsichtigten Nutzungszweck zugeführt werden.

4. Maßnahmen zur Ver- und Entsorgung

4.1 Die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt durch den Anschluss an das Wassernetz der

Schleswiger Stadtwerke.

4.2 Die Versorgung mit elektrischer Energie erfolgt aus dem Netz der Schleswiger Stadtwerke.

4.3 Eine Versorgung des Plangebietes mit Erdgas oder Fernwärme durch die Schleswiger Stadtwerke ist möglich.

4.4 Die Abwasserbeseitiqung erfolgt nach Maßgabe der ortsrechtlichen Bestimmungen im Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser. Das Schmutz- und Regenwasser wird

über ein getrenntes Kanalsystem erfasst. Das Schmutzwasser wird der zentralen städtischen Kläranlagen zur Reinigung zugeführt. Die Abwasserbehandlung erfolgt gemäß Satzung der Stadt Schleswig.

4.5 Für die Hausmüll- und Abfallbeseitigunq gelten die ortsrechtlichen Regelungen der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schleswig-Flensburg.

4.6 Der Feuerschutz wird in der Stadt Schleswig durch die ortsansässige Feuerwehr gewährleistet.