Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 17 der Gemeinde Kosel für das Gebiet "Baugebiet 'Zum Strand' im Ortsteil Weseby" - erneute Beteiligung

Begründung

3.3 Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen

Bauweise

In dem Allgemeinen Wohngebiet werden Einzelhäuser in offener Bauweise festgesetzt, was dem Charakter der gewollten Nutzung und der umgebenden Bebauung entspricht.

Überbaubare Grundstücksflächen

Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Baugrenzen festgesetzt und sollen die Gebäudeplatzierung in Bezug auf die geplanten Grundstücksgrenzen festsetzen. Sie sind deswegen als grundstücksbezogene Baufenster ausgebildet.

Die Baugrenzen halten die erforderlichen Mindestabstände zu Nachbargrenzen und zu dem zu erhaltenden östlich gelegenen Knick ein.

Im Osten des Planbereiches (Baufelder 3 und 5) halten die Baugrenzen den Kronentraufbereich des auf dem Knick als zu erhaltend festgesetzten Baumes ein.

Weiterhin wird der 50m-Gewässerschutzstreifen gem. § 61 BNatSchG i.V.m. § 35 LNatSchG zum Wesebyer See mit der Baugrenze (Baufeld 1) eingehalten.

Zum Schutz des östlichen Knicks ist die Errichtung von Garagen und Stellplätzen sowie Nebenanlagen gem. § 14 BauNVO innerhalb der privaten Grünflächen „Knickschutzstreifen“ nicht zulässig.

Der Knickschutzstreifen wird mit einer Breite von mindestens 4,50 m von der Mitte des Knicks gemessen als private Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Knickschutzstreifen“ festgesetzt. Die Baugrenzen halten zu den festgesetzten Grünflächen einen Abstand von mind. 2 m ein, sodass zwischen Baugrenze und Knickfuß ein Abstand von mindestens 5 m festgesetzt wird. Der Knick entlang der Straße „Zum Strand“ kann aufgrund der geringen Flächengrößen und der notwendigen Bauflächenausnutzung nicht erhalten werden.

3.4 Baugestalterische Festsetzungen

Die gestalterischen Vorschriften sollen einen ausreichenden Spielraum für die Bebauung schaffen, die mit dem Orts- und Landschaftsbild vereinbar ist. Ohne Festlegung einer konkreten Dachform sind für die Häuser nur geneigte Dächer mit Dachneigungen zwischen 22 und 45 Grad vorgeschrieben, um ortsuntypische Flachdächer auszuschließen. Auch das Material der Dacheindeckung wird nicht vorgegeben; um jedoch ortstypische Dächer zu erhalten, werden die zulässigen Farben für die Eindeckung festgesetzt.

Die Gemeinde lässt bewusst ein breites Spektrum an Farben und Materialien für Außenwand und Dächer zu, um moderne Bauformen und Baukörper zu ermöglichen.

Die Vorschriften zur Gestaltung sind für Carports, Wintergärten, Anbauten mit begrenzter Größe und für Nebenanlagen weiter gefasst und entfallen zum Teil, weil sie von untergeordneter baulicher Bedeutung sind. Lediglich für Garagen werden konkretere Festsetzungen getroffen, sodass diese nur in der Farbgebung des Hauptbaukörpers errichtet werden dürfen. Diese Festsetzung soll für die doch massiv wirkenden Baukörper der Garagen ein einheitliches Ortsbild in dem kleinen Baugebiet sichern.

3.5 Verkehrliche Erschließung

Die Baufelder 1, 4 und 5 sind durch die Straße ‚Zum Strand‘ verkehrlich erschlossen.

Für die Baufelder 2 und 3 ist ein privater Stichweg vorgesehen, für den ebenfalls ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht zugunsten der Versorger und der Baufelder 2 und 3 festgesetzt wird.

Entlang der nördlichen Planbereichsgrenze werden Ein- und Ausfahrten ausgeschlossen, da der hier vorhandene Weg auch zukünftig ausschließlich als Fußweg genutzt werden soll.