Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 17 der Gemeinde Kosel für das Gebiet "Baugebiet 'Zum Strand' im Ortsteil Weseby" - erneute Beteiligung

Begründung

3.6 Ver- und Entsorgung

Die Versorgung mit elektrischer Energie ist über das Netz der Schleswig-Holstein Netz AG sicher gestellt.

Die Gebäude im Plangebiet werden zukünftig über eigene Wärmepumpen mit Wärme versorgt.

Das Plangebiet wird an das bestehende Versorgungsnetz des Wasserbeschaffungsverbandes Mittelschwansen angeschlossen.

Der Anschluss des Baugebietes erfolgt an das gemeindliche Kanalisationsnetz im Trennsystem. Das Niederschlagswasser soll durch geeignete Vorkehrungen (Versickerungsmulden, -gräben, -schächte) auf den Baugrundstücken versickert werden. Die Niederschlagswasser des Straßenraums werden über eine neue Regenwasserleitung im Freigefälle in das bestehende Kanalnetz eingeleitet.

Durch die Grundbauingenieure Schnoor + Brauer aus Bredenbek wurde die Versickerungsfähigkeit des Bodens im Plangebiet nachgewiesen. Hinsichtlich der Umsetzung des neuen Erlasses des Landes SH zur Wasserhaushaltsbilanzierung ist durch das Ingenieurbüro Urban aus Büdelsdorf eine Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde am 26.06.2020 erfolgt. Der Nachweis muss im Rahmen der konkreten Bauanträge geführt und mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt werden.

Der Anschluss des Plangebietes an das Telekommunikationsnetz wird durch den ‚Breitbandzweckverband Schlei-Ostsee‘ gewährleistet.

Die Abfallbeseitigung wird im Auftrage der Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) von privaten Unternehmen ausgeführt. Auf die Abfallwirtschaftssatzung des Kreises Rendsburg-Eckernförde wird hingewiesen.

Da die geplante private Stichstraße nicht für Fahrzeuge der Müllabfuhr befahrbar sein wird, wird im Einmündungsbereich zur Straße 'Zum Strand' ein Stellplatz für Müllsammelbehälter festgesetzt.

Der Feuerschutz wird in der Gemeinde Kosel durch die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr gewährleistet. Die Löschwasserversorgung ist entsprechend den Vorgaben des Arbeitsblattes W 405 des DVGW sicherzustellen. Die Einzelheiten hierzu sind im jeweiligen Baugenehmigungsverfahren festzulegen.

3.7 Natur und Landschaft

Da der Bebauungsplan Nr. 17 als Bebauungsplan der Innenentwicklung nach § 13a BauGB im beschleunigten Verfahren aufgestellt wird, wird gem. § 13 (3) BauGB von der Durchführung einer Umweltprüfung und der Erstellung eines Umweltberichtes abgesehen. Gemäß § 13a (2) Nr. 4 BauGB gelten die Eingriffe, die aufgrund der Aufstellung des Bebauungsplanes zu erwarten sind, als im Sinne des § 1a (3) Satz 5 vor der planerischen Entscheidung erfolgt oder zulässig. Insofern ist diesbezüglich kein naturschutzfachlicher Ausgleich erforderlich.

3.7.1 Begrenzung von Steingärten

Um eine möglichst regionstypische und gleichermaßen umweltgerechte Gartengestaltung zu fördern, sollen die Gartenflächen, soweit sie nicht als Terrassen, Wege- oder Hofflächen befestigt werden, begrünt oder als Pflanzflächen gärtnerisch angelegt werden.

Schotterflächen / Steingärten werden wegen ihrer geringen ökologischen und ästhetischen Wertigkeit auf maximal 5 % der Grundstücksflächen begrenzt. Mit dieser Festsetzung soll auch die Verdunstungsrate auf den Grundstücken so weit wie möglich erhalten bleiben. Diese Festsetzung dient zudem dem Klimaschutz und dem Artenschutz.